Über uns.


Warum ein Verein?
Haushaltskonsolidierung, Einsparungen oder Mittelkürzungen sind für uns keine Begriffe der „Neuzeit“. Bereits die Neuerrichtung des städtischen Jugendtreffs Sankt Augustin Menden 1993/94, wäre ohne die tatkräftige Mitarbeit der damaligen Nutzer nicht möglich gewesen. Statt der geplanten 220 m² ließ die angespannte Haushaltssituation bereits damals lediglich 120 m² Gesamtfläche zu, welche sodann auch nur unzureichend im Inneren ausgestattet werden konnte. Parallel dazu sanken zusätzlich die städtischen Zuwendungen für die „Offene Jugendarbeit“. In dieser Situation wurde im Jahre 1997 entschieden, einen Förderverein zu gründen, welcher zukünftig die neuen finanziellen Herausforderungen bewältigen und damit auch die inhaltliche Neuausrichtung umsetzen sollte. 

 

Gründung!

Der Förderverein wurde im Jahr 1998 gegründet und setzte sich aus Vertretern des Jugendhilfeausschusses und des Jugendamtes zusammen. Zunächst schloss der Verein einen ersten Vertrag mit der Stadt Sankt Augustin zu finanziellen (Zuschussbudget) und strukturellen (Gebäudeüberlassung) Fragen ab.

Im selben Jahr wurde auch das bis dato autonom handelnde Jugendzentrum Mülldorf und die neu entwickelte Streetwork in diesen Verbund mit aufgenommen.

Die Jahre 1999 bis 2010 waren von einem steten Aufgabenzuwachs gekennzeichnet.

Der „Urzelle“ Jugendtreff Menden wurden drei weitere ehemals allein städtisch geführte Kinder- und Jugendeinrichtungen angeschlossen und es erwuchsen im Laufe der folgenden Jahre zwei weitere Jugendfreizeiteinrichtungen im Stadtgebiet.

Außerdem entstanden der pädagogisch betreute Beratungsraum Ankerstraße, zahllose Projekte und Kooperationen mit anderen Einrichtungen, Institutionen und Vereinen und eine umfangreiche Kooperation mit Schule und Polizei im Stadtgebiet. 

 

So unterhält und finanziert der Verein heute alleine fünf Übermittagsbetreuungsgruppen für Kinder von 10-14 Jahren.

Der Verein übernimmt die personelle und finanzielle  Steuerung aller aktuell 75 Mitarbeiter und Auszubildenden in allen städtischen Jugendeinrichtungen und wickelt alle rechtlichen, versicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Fragen selbständig ab.

 

Anerkannt.

Selbstverständlich verfolgt der Verein ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke und ist seit April 2007 auch ein anerkannter „Träger der Jugendhilfe“.

 

Zentrales Anliegen aller Aktivitäten des Vereins ist die Sicherung der bestehenden  Ju- gendhilfestruktur in Sankt Augustin, die Umsetzung neuer, nachhaltig wirkender Projekte, fachliche Beratung und Unterstützung von Dritten, sowie die Erfassung, Bearbeitung und Realisierung zukünftig bedarfsgerechter Aufgaben und Anforderungen.

 

Neben diesen übergeordneten Aspekten steht aber weiterhin auch das einzelne Kind oder der Jugendliche/junge Erwachsene im Fokus aller Förderbemühungen. 

 

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen aus bildungsfernen, von Armut betroffenen, Familien wächst und ist eine wissenschaftliche Grundproblematik. Viele Kinder können nicht an kommerziellen Freizeitangeboten, schulergänzenden Maßnahmen oder Ferienfreizeiten teilnehmen.

Neben diesen finanziellen Aspekten sind die Eltern dieser Kinder häufig nicht in der Lage, ihre Kinder adäquat zu betreuen und ihre persönliche Förderung und Entwicklung zu unterstützen.

Gerade für diese Kinder setzt sich der Verein nachhaltig durch nicht kostendeckende, bezuschussende Angebote und die Unterhaltung der Jugendfreizeitstätten mit ihren Programmen ein und ist daher immer auf Drittmittel und Spenden angewiesen.

Diese Mittel werden nahezu zu 100 Prozent in die laufenden Maßnahmen investiert, Ver- waltungskosten, wie die Gehälter des pädagogischen Personals, werden weiterhin von der Stadt Sankt Augustin finanziert.

 

Im Jahr 2007 gelang es dem Verein in Kooperation mit der Stadt Sankt Augustin und der Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork aus Landesmitteln ein Beteiligungsprojekt mit Jugendlichen im öffentlichen Raum zu realisieren. Bei „Betreten erlaubt“ wurde an einem von der Stadt bereit gestellten Ort, nach Wünschen und Planung der Jugendlichen, ein selbst verantworteter Jugendtreffpunkt in Form eines Schutzhäuschens durch die Jugendlichen unter handwerklicher Anleitung errichtet.

 

(Bau)Aufgaben stemmen.

2008 war die Wiedererrichtung des durch einen Brand zerstörten Spielhauses auf dem Abenteuerspielplatz/Wellenstraße maßgeblichstes „Vereinsprojekt“. Hierbei war eine enge Kooperation mit der Stadt Sankt Augustin, der Städte- und Gemeindestiftung der Kreissparkasse und weiteren Sponsoren notwendig. Dabei gelang es dem Verein durch eine gezielte und erfolgreiche Pressearbeit, die breite Öffentlichkeit auf dieses Projekt aufmerksam zu machen. Das Spielhaus wurde im Dezember 2008 fertig gestellt und wieder eröffnet.

 

Auf dem neu gestalteten Abenteuerspielplatz-Gelände konnte bereits im Herbst 2009 ein einwöchiger Zirkusworkshop mit 120 Kindern stattfinden.

 

In 2009 koordinierte der Verein darüber hinaus die Feierlichkeiten zum 35. Jubiläum der Spielstube, welche von der Sahle Wohnungsbaugesellschaft dauerhaft gefördert wird.

 

Weiter machen, machen, machen . . .  

Im März 2010 konnte dank einer Anschubfinanzierung der EVG Sankt Augustin die `Stadtteilwohnung´, Am Engelsgraben 2, ihre ca. 200 m² großen Zusatzräume für die jugendlichen Nutzer des Wohnparks in Betrieb nehmen. Neue Kooperationen vor Ort, z.B. mit Vereinen (Der Turm e.V.) oder Initiativen (Integrationsrat) sind dadurch möglich geworden.

 

Aktuellstes Projekt  des Vereins ist die Nutzung des Begegnungsraums Johannesstraße 12b im Stadtteil Menden, mit einem von der Jugendhilfe und der Max und Moritz Grundschule konzipierten Hausaufgabenhilfe mit anschließendem Freizeitangebot für Kinder.

 

Zum Schuljahr 2010/2011 ist der Verein als Träger des gebundenen Ganztages eine Kooperation mit der Realschule Niederpleis eingegangen.

 

Darüber hinaus finden weitere bereits bewährte und  öffentlichkeitswirksame Projekte und Maßnahmen, wie der Gender Parcours, das „Echt-Klasse“ - Kompetenztraining, mehrere Sexualpräventions-Workshops, Berufsorientierungsangebote und „Babybedenkzeit“- Seminare statt.